Mit Liebe zum Detail das alte Auto restaurieren

Ob amerikanischer Straßenkreuzer der 50er Jahre oder eine kultige „Knutschkugel“ BMW Isetta – wer ein altes Auto besitzt, setzt alles daran, das Schätzchen nicht nur fahrbereit zu bekommen sondern zu einem ganz besonderen Schmuckstück werden zu lassen. Von der perfekten Lackierung bis zu den Accessoires aus dem jeweiligen Baujahr, bei der Restaurierung eines Fahrzeugs ist viel Liebe zum Detail gefragt.

Am Auto nagt der Zahn der Zeit – Und vor allem der Rost

Es ist geschafft: Der Oldtimer ist gekauft, der Besitzerstolz ist groß. Doch bald kommen die ersten Fragen auf, denn ein Auto zu restaurieren kann sich schwierig gestalten. Nur in den seltensten Fällen ist der Originallack so gut erhalten, dass es genügt, ihn zu reinigen und zu polieren.

Viel häufiger haben sich Rostbeulen gebildet, die es zu entfernen gilt. Ein Auto zu restaurieren beginnt meist mit Rostbekämpfung. Vor allen an versteckten Ecken „blüht“ der braune Gammel besonders gern, nehmen Sie also Radkästen, Schweller und Schweißnähte besonders gut unter die Lupe.

Wer Rost entfernen muss, hat die Wahl zwischen chemischen Mitteln zum Entrosten und dem Besuch in einem Fachbetrieb, der mit einem Sandstrahlgerät den Rost entfernt. Im Handel werden auch Geräte angeboten, um selbst die gerosteten Stellen zu strahlen. Informationen gibt es z.B. unter www.rs-werkzeuge.de/Sandstrahlpistolen.

Neue Farbe für das Schmuckstück

Es ist geschafft, der Rost ist entfernt, das Blech grundiert – der perfekte Zeitpunkt, die neue Lackschicht aufzutragen. Nehmen Sie sich viel Zeit, um die Lackschichten sorgfältig aufzubauen, denn der Blick fällt zuerst auf den glänzenden Lack. Doch Oldtimerbesitzer wissen: Ein Auto zu restaurieren braucht seine Zeit.

Oberstes Gebot beim Lackieren ist sauberes Blech und die Beseitigung aller störenden Dellen und Risse, denn diese Unebenheiten zeichnen sich später unter dem Lack ab. Am besten gelingt der Farbauftrag mit einer Lackierpistole. Sie ermöglicht es, die Farbe gleichmäßig und in der richtigen Dicke aufzutragen, ohne dass sich hässliche „Rotznasen“ bilden.

Details geben den letzten Schliff

Wer seinem Auto nach der Restauration noch den letzten Schliff verpassen möchte, kann auf eine ganze Reihe ausgefallener Zubehörteile zurückgreifen. Echte Rockabillies veredeln ihren Wagen mit einer auffälligen Airbrush-Lackierung – typische Flammen oder Totenköpfe sind besonders angesagt.

Wer sein Auto restaurieren und möglichst original erhalten möchte, kann dem Wagen Weißwandreifen verpassen. So bekommt auch ein schlichter VW Käfer echten Retro-Schick. Ob Sie Ihr Auto komplett restaurieren oder ihm nur ein hübsches Äußeres verleihen möchten: Planen Sie genügend Zeit ein und fragen Sie auch andere Oldtimerbesitzer nach ihren Erfahrungen. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht einer Restauration eines Mercedes 230 SL finden Sie hier. Und dann wünschen wir viel Spaß bei der liebevollen Restauration.