Von Pong zu World of Warcraft – Eine kleine Geschichte der Videospiele

Videospiele gehören zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen weltweit. Und dabei entwickeln sich die technischen Möglichkeiten für dieses Hobby erst seit den 1970ern zur Massentauglichkeit. Seitdem ist die Geschichte der Videospiele eine Erfolgsgeschichte, die seit dem neuen Jahrtausend zunehmend mit dem Internet verknüpft ist. Aber von Anfang an…

Die Geschichte beginnt…

Wenn Sie zur jüngeren Generation gehören, sind wahrscheinlich für Sie die Unterschiede zwischen Konsolen- und PC-Spielen nicht so erheblich, da die meisten Spiele für beide Medien als CD oder DVD angeboten werden. Vor einigen Jahrzehnten war dies aber ein bedeutender Unterschied.

Computer waren eine neue Erfindung, die in erster Linie Wissenschaftlern und Studenten vorbehalten waren, und hatten noch nicht einmal ansatzweise die Kapazität ein umfangreiches Computerspiel abzubilden. (Weitere Informationen zur Geschichte des Computers finden Sie hier.) So waren die ersten Spiele auf dem Computer kleine technische Spielereien, die die großen Möglichkeiten der Computertechnologie nur erahnen ließen.

1951 kam das erste Computerspiel „NIM“ für den Nimrod-Computer auf den Markt. 1959 folgte dann das ultimative Kultspiel „Pong“, das auch heute noch in vielen Varianten existiert. Hierbei handelte es sich um eine noch sehr primitive Form von Tennis. „Pong“ war auch das erste Spiel von Nolan Bushnell, dem Gründer von Atari (1972), der später mit seinen Computerspielen zu Weltruhm gelangen sollte.

Da schnell klar war, welches kommerzielle Potenzial in den neu entwickelten Spielen steckte, für die zur damaligen Zeit noch Fernsehtechnik genutzt wurde (daher auch der Name „Videospiele“), wurden die ersten Spiele-Automaten in Supermärkten aufgestellt.

Die 80er und 90er Jahre – Der kommerzielle Konkurrenzkampf bricht aus

Die Geschichte der Videospiele schritt nun rasend schnell voran. Bereits um 1980 kam „Space Invaders“, ein Shooter-Spiel, heraus. Es folgten Klassiker wie „PacMan“, „Super Mario Brothers“ oder „Tetris“. Letztgenanntem hatte der 1989 auf den Markt gekommene Gameboy von Nintendo seinen Siegeszug zu verdanken, denn viele Konsolen wurden nur wegen diesem Spiel gekauft.

Mit dem Gameboy sicherte sich Nintendo die Vormachtstellung auf dem hart umkämpften Videospiel-Markt und ließ Mitbewerber wie Sega und Sony nahezu chancenlos zurück. Zwar gewann auch der blaue Igel aus „Sonic“ von Sega seine Fans, aber die „Super Mario Brothers“ für den Nintendo waren einfach unschlagbar.

Sony konnte sich erst später mit einem strategischen Glücksfall durchsetzen: in die Playstation wurde ein DVD-Laufwerk integriert. DVD‘s waren damals noch nicht etabliert und DVD-Player dementsprechend selten in Haushalten zu finden. Durch das 2-in-1-Gerät schossen die Umsatzzahlen der Playstation in die Höhe und folgend geriet die Nintendo-Konsole ins Hintertreffen.

Die ersten Schritte Richtung Internet

Die Geschichte der Videospiele erlebte in der Mitte der 90er Jahre die nächste Zäsur. Spiele-Automaten wichen immer mehr den Konsolenspielen und die Computertechnologie war endlich soweit, hochwertigere Spiele umsetzen zu können. Seither werden viele Spiele parallel für Konsolen und PCs entwickelt.

Anfang des Jahrtausends versuchte Sega wiederum, innovativer Vorreiter der Spielebranche zu werden, diesmal allerdings mit weniger Erfolg. Die Möglichkeit, die Spielekonsole mit dem Internet zu verbinden, war seiner Zeit voraus und hatte daher wenig kommerziellen Erfolg.

Zu dieser Zeit erhob sich ein Genre aus der Menge der Videospiele und ist bis heute unschlagbar erfolgreich in der Geschichte der Videospiele: das Rollenspiel. Spiele wie „Final Fantasy“ und nicht zuletzt „World of Warcraft“ haben Millionen Fans auf der ganzen Welt und durch die rasante Entwicklung des Internets können sich diese bei Multi-Player-Spielen im World Wide Web in ihren spielerischen Fähigkeiten messen. Und hier finden sich nicht mehr die computersüchtigen „Nerds“, sondern der ganz normale Durchschnittsbürger, der interaktive Abenteuer erleben möchte. Wie sich die soziale Struktur der heutigen Gamer zusammensetzt, erfahren Sie in den aktuellen Gamer-Statistiken.

Vom TV-Monitor bis hin zum Live-Rollenspiel online

Die Geschichte der Videospiele hat über die letzten knapp vier Jahrzehnte vom Fernsehmonitor über die Konsole und Computer hin zum Online-live-Spiel geführt und mit Sicherheit wird sich hier noch vieles tun, was zum Teil heute schon erahnt werden kann. Wie diese Entwicklung konkret aussehen wird, ist noch nicht abzuschätzen, aber interaktive Spiele mit steuerbaren Handschuhen und Masken sind ja z.T. heute schon nutzbar und versprechen eine rosige Zukunft für Spiele-Fans.

Erstaunlich ist nur: noch sind es nicht die großen Spiele, die an der Spitze aller Spiele-Bestenlisten stehen. Das mag zwar bei den jährlichen Verkaufszahlen so sein, aber unter den beliebtesten Spielen aller Zeiten werden Sie Spiele wie „Pokemon“ und „Super Mario Brothers Donkey Kong“ finden. So mag es auch nicht verwundern, dass sich einfache Retro-Spiele, wie „Pac Man“, und z.B. Minispiele von Gameduell.de ungebrochener Beliebtheit erfreuen. Wahrscheinlich vor allem, weil diese eine perfekte Freizeitbeschäftigung für zwischendurch sind und wenig Zeit in Anspruch nehmen. Ähnlich wie die gemütliche Kaffeepause im Büro.