Abgefahren – Das Skateboard, das Gedanken steuern

Auf den ersten Blick ist ein motorisiertes Skateboard längst nicht mehr als Neuheit anzusehen. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn man den zweiten Blick auf die Art und Weise der Steuerung wirft. Auf der aktuellen Consumer Electronics Show stellten die Chaotic Moon Labs nun ein Neuroheadset für das Board of Awesomeness vor, mit dem die Steuerung einzig durch Gedanken möglich sein soll.

Die Chaotic Moon Labs haben mit ihrem Board of Awesomeness bereits schon auf sich aufmerksam gemacht, als die Steuerung mit der Zuhilfenahme eines Tablet Computers und Microsofts Kinect vorgestellt wurde. Erneute Aufmerksamkeit erhalten sie jetzt durch den Einsatz des Emotiv EPOC Neuroheadsets, welches bereits zuvor schon an der freien Universität Berlins testweise zur Steuerung eines Autos eingesetzt wurde.

Nun lässt sich also auch der 800 Watt-Motor des motorisierten Skateboards durch das Messen von Gehirnwellen auf eine Geschwindigkeit von bis zu 51 Stundenkilometern bringen. Damit der Motor in Bewegung kommt, sollen Sie als Nutzer des Neuroheadsets an einen zukünftigen Zielpunkt denken und daran, wie schnell Sie zu diesem Punkt gelangen möchten, um die Geschwindigkeit zu bestimmen. Wie viel Sicherheit und Zuverlässigkeit das Ganze bietet, verraten die Chaotic Moon Labs allerdings noch nicht. Anhand der Tests der Berliner Universität lässt sich jedoch sagen, dass Privatanwender auf eine zuverlässige und erschwingliche Steuerung durch Gehirnströme wohl noch eine ganze Weile warten müssen. Vor allem die Reaktionszeit, bis der Gedankenbefehl ausgeführt wird, soll noch sehr hoch sein. Ebenso könne manch abschweifender Gedanke, das Gefährt sehr schnell wieder zum Stehen bringen.

Die Steuerung durch Gedanken allein ist zwar noch nicht perfekt, dennoch ist der Beweis der Möglichkeit dazu allein schon eine faszinierende Angelegenheit. Für eine Fahrt mit dem Skateboard auf verkehrsfreiem Terrain würden sich sicherlich jetzt schon viele Interessenten finden. Da sich die Kosten für das Neuroheadset allein jedoch schon auf etwa 300 Euro belaufen, wird dieser Spaß wohl nicht ganz billig werden.