Die Cyberbrille – Macht Google uns zu kleinen Terminatoren?

Gerüchte über diverse Pläne sickerten schon im letzten Jahr durch und nun will „9to5Google“ weitere Details der Cyberbrille kennen. Laut dem Brancheninsider will das Unternehmen Google an einer Brille mit integrierter Hardware arbeiten. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Brille ein futuristisches Design haben wird, ähnlich den MP3-Brillen von Oakley.

Bisher noch beschränkte Leistungsfähigkeit

Die Cyberbrille soll jedoch nur über eine verhältnismäßig schwache Hardware verfügen, vergleichbar mit älteren Smartphones. Die „Google Goggles“ soll mit einer Digitalkamera mit integriertem Blitz ausgestattet sein und über ein Head-Up-Display (HUD), sowie einem Mikrofon verfügen. Zudem soll die Kamera die Umgebung in Echtzeit auswerten, Informationen sammeln und Fotos aufnehmen können.
Schon jetzt bietet Google einen Augmented Reality Dienst an, mit dem Anwender Zusatzinformationen angezeigt bekommen, beispielsweise durch Fotos von Sehenswürdigkeiten. Unklar ist jedoch ob die Cyberbrille über ein Radio verfügt und ob das Gerät mit einem Smartphone, für den vollen Funktionsumfang,
verbunden werden muss.
Das HUD, welches beispielsweise auch bei Kampfpiloten bekannt ist und auch in der Autoindustrie zukünftig zum Einsatz kommen soll, befindet sich im linken Brillenglas. Bislang ist dieses jedoch noch nicht transparent, was zu Einschränkungen bei der Anwendung führen könnte. Das eingeblendete Menü soll durch Kopfbewegungen oder Spracheingabe bedient werden können.

Erscheinungdatum bisher noch unklar

Ein Termin zum Markstart, wie auch Informationen zum Preis, sind durch Google noch nicht bekannt – wie immer werden neue Projekte geheim gehalten. Ein Beta-Test-Programm, um die Cyberbrille im Alltag zu testen, soll demnächst anlaufen. Dies wurde durch Google aber ebenfalls noch nicht bestätigt.
Auch Apple und Motorola tüfteln bereits an ähnlichen Geräten. Motorola entwickelt mit der Firma Golden-i bereits ein Gerät mit einem Head-Up-Display, welches Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Auch Apple soll Gerüchten zufolge an einem Prototypen arbeiten und patentierte bereits im April 2008 ein Head Mounted Display System. Streitigkeiten über Patente könnten also schon vorprogrammiert sein. Google hat jedoch im Gegensatz zu seinen Konkurrenten einen wichtigen Trumpf – dem Unternehmen gelang es den Spezialisten Richard DuVaul abzuwerben. Dieser arbeite schon am MIT an diversen Technologien.